Institut fächerübergreifenden Studierens und Forschens e.V.
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Die Entstehung der Partnerschaft zwischen der Universität Trier und der An Najah-National University Nablus
Dr. Hazem Shehada
Schriftenreihe interdisziplinäre Studien, Skript 2, Trier 1995
Hrsg.: Johannes Glembek, Wolf-Dietrich Hutter und Markus Moschell
ISBN 3-930644-03-7, ISSN 0949-8451, 34 Seiten, 5 DM

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Die mittlerweile schon als fortgeschritten geltenden Kontakte zum einen zwischen den Studierenden der Universität Trier und deren Kommilitonen an der An Najah - Universität in der im israelisch besetzten Westjordanland gelegenen Stadt Nablus, zum anderen zwischen den Professoren beider Universitäten lassen sich bis in das Frühjahr 1987 zurückverfolgen. Damals wurde die Situation des palästinensischen Erziehungswesens zum Gegenstand der politischen Debatten in der Hochschulgruppe der Jungsozialisten (JUSO-HSG) und deren damals traditionell internationalistisch ausgeprägter Arbeit. Angeregt durch private Reisen einzelner Mitglieder nach Israel und in die von Israel besetzten Gebiete (vor allem im Westjordanland) zu Ostern 1987 und das hautnahe Erlebnis, wie ein universitärer Betrieb unter den Umständen einer militärischen Besatzung funktionieren oder eben auch nicht funktionieren kann, initiierten die JUSOS eine Anzahl von Diskussionsrunden und veröffentlichten Flugblätter zu diesem Thema.
Aufgrund des besonderen Verhältnisses, das weite Teile der bundesdeutschen Gesellschaft damals zu Palästina hatten, ließ sich die bedrohliche Lage an den dortigen Hochschulen einer breiten (studentischen) Öffentlichkeit nur schwer vermitteln.